
Erinnern Sie sich noch an die Sendung "Tausend Tele Tips" - die einzige Werbesendung im DDR-Fernsehen? In dieser Sendung wurde Werbung für viele Ost-Produkte gemacht. Dabei spielte es keine Rolle, dass viele der Artikel selten bis nie im Handel erhältlich waren. Beworben wurden beispielsweise in den ersten Jahren noch PKW Tabant und Wartburg, später nur noch Zweiräder wie Simson-Mopeds, Jawa-Motorräder, MZ-Motorräder. Aber auch ORWO-Filme, das Vollwaschmittel "Spee", Praktika-Kameras, Elektrogeräte ("A Ka A Elektrik - in jedem Haus zu Hause") Stern-Kofferradios, Florena-Creme, Badusan-Duschbad ("Baden in Badusan, Badusan, Badusan..."), Perlodont-Zahncreme, Wolu-Wischmopps ("Wolu macht ein Vergnügen draus, Wolu ist endlich da!")wurden vorgestellt.
Die Sendung wurde Mitte der siebziger Jahre eingestellt. Offizelle Begründung war, dass Werbung ein Auswuchs der kapitalistischen Gesellschaft sei. Fortan war es lediglich der Staatlichen Versicherung der DDR vorbehalten, im Fernsehen Werbung zu machen.
Die "Tausend Tele Tips" liefen werktäglich im 1. DDR-Fernsehprogramm vor dem Sandmännchen und sonnabends von 19 Uhr bis zum Wetterbericht um 19.25 Uhr. Sonnabends lief innerhalb der "Tausend Tele Tips" auch das "Mini-Kino" mit Trickfilmen wie der polnischen Zeichentrickserie "Bolek und Lolek", den russischen "Hase und Wolf", dem ungarischen "Arthur der Engel", "Gustav" (Ungarn?) und den tschechischen "Der kleine Maulwurf". Im Anschluss an diese Sendung erfolgten meist noch sinnvolle Hinweise mit "Theo" zum Arbeitsschutz mit "Kundi" zur Gesundheitsvorsorge, den "Feuerwehrmann Fix" zum brandschutzgerechten Verhalten und zu den Folgen bei Fahren mit Alkohol im Straßenverkehr.
Skript der langen Nacht im Deutschlandradio zum Thema "Werbung in der DDR"
Aktuelle Tipps der Telebrigade:
Wunschdomain noch frei?